Mittwoch, 21. September 2016

Der grösste Unterschied der japanischen Kürbisse und vier stellen sich vor

Die Kürbis-Saison hat begonnen. An vielen Orten können Kürbisse in verschiedenen Farben und Grössen gekauft werden. In den Supermärkten sind die gängigen zu finden, doch die japanischen habe ich dort noch nie gesehen.

Vergangenen Samstag habe ich einen Kürbismarkt in Oppligen besucht. Die Familie Tschanz hat sich auf den Anbau dieses Herbstgemüses spezialisiert. Meine japanische Freundin und Shiatsu-Therapeutin gab mir den Tipp, diesen Markt zu besuchen. Meine Freundin kennt die Bäuerin und half auch schon beim Pflanzen der Kürbisse.

In der japanischen Küche werden Kürbisse bevorzugt als Tempura gegessen. Sie sind aber auch gebraten oder gedünstet köstlich. In meinen Kochkursen und in den Bentos verwende ich Kürbisse. Aus diesem Grund nahm ich die Gelegenheit wahr und kaufte ein paar ein.



Der grösste Unterschied zu den Kürbissen, die wir kennen, ist:

Die Schale ist grün.

Ein weiterer Unterschied ist die Grösse. Die japanischen Kürbisse werden nicht so gross und sind aus diesem Grund praktischer in der Handhabung.

In Japan wird der Gemüseanbau vor allem in Hokkaido und in den nördlichen Regionen der Hauptinsel Honshu getätigt. Das Klima dort ist ähnlich wie bei uns. Der Gründer des Aikido, Morihei Ueschiba, lebte einige Jahre in Hokkaido und baute Gemüse an.


Kürbis auf Japanisch heisst: Kabocha / カボチャ


Der bekannteste Kürbis aus Japan ist:

Der blaue Hokkaido (Ebisu)


Geschmack: süsser, maroniähnlicher Geschmack
Fruchtfleischfarbe: dunkelgelb oder curryfarben
Lagerung: 4 bis 8 Monate

Der Hokkaido-Kürbis eignet sich für alle Zubereitungsarten.

Speziell:
Ebisu ist der eigentliche japanische Name. Das ist der Name eines Glückgottes für Fischer und Kaufleute.


Der Tetsukabuko


Geschmack: süss, leichter Maroni- und fruchtiger Kürbisgeschmack
Fruchtfleischfarbe: gelb-orange
Lagerung: bis 12 Monate

Er eignet sich besonders gut für Tempura oder gebraten als Beilage.

Speziell:
Der Tetsukabuko hat eine sehr harte Schale. Sein Name bedeutet:
Tetsu: Eisen
Kabuko: Helm


Der Miyako


Geschmack: süsser und feiner Maronigeschmack
Fruchtfleischfarbe: dunkelgelb bis orange
Lagerung: bis 8 Monate

Der Miyako ist besonders gut geeignet für Tempura. Er kann aber auch gebraten und gedünstet werden.

Speziell:
Der Name bedeutet Hauptstadt und ist der einstigen Hauptstadt Kyoto gewidmet. Kyoto war bis 1868 die Hauptstadt von Japan.


Der Futsu


Geschmack: leicht nussig
Fruchtfleischfarbe: gelb bis orange
Lagerung: 4 bis 8 Monate

Der Futsu liebt das trockene und warme Wetter. Ein Kürbis für Südländer. Er kann gebraten, gedünstet oder als Tempura frittiert werden. Je länger er gelagert wird, umso dunkler wird er. Gerne wird er auch für Dekorationszwecke verwendet.

Speziell:
Sein Name stammt von einer Familie aus dem südlichen Japan. Sie hatten kuriose Vorlieben und legten sich immer wieder mit der Regierung an.



Wo kannst du diese Kürbisse kaufen:


Ebisu (blauer Hokkaido), Tetsukabuko und Futsu beim Hofgut Obere Wanne.

Zu meinem Bedauern kann ich dir keinen Link angeben, wo du sie in Deutschland oder Österreich kaufen kannst.


Rezept-Tipp:

Wähle eine der vier Kürbissarten oder einen den du zur Hand hast.

  • Schneide die Haut ab und entferne die Kerne.
  • Würfel von 1 cm auf 1 cm schneiden.
  • In einer Bratpfanne etwas Sesamöl erwärmen.
  • Sobald dieses heiss ist, gib die Kürbiswürfel dazu.
  • Brate sie auf kleinem Feuer goldbraun.
  • Gib nun etwas Rohrzucker und 0,5 dl Mirin dazu und lass das Ganze unter ständigem Rühren leicht karamellisieren.


Diese Kürbiswürfel passen als Zutat in deine Bento Box oder zu einem Teriyaki-Poulet mit Reis.

Mein Einkaufstipp für Mirin:

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